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Würden Sie eine Bezahlung in Bitcoin annehmen?

Gemeinsame Konferenz des Geneva Finance Research Institute und Synpulse

«Digitalization in Banking – Separating Reality from Hype» - so lautete der Titel einer Vortragsveranstaltung des Geneva Finance Research Institute und von Synpulse Management Consulting, die vor einigen Tagen in der Universität Genf stattfand.

«Die Banken stehen vor der Herausforderung, in einem sich rasant verändernden Umfeld strategisch richtige Entscheidungen zu treffen, statt auf einen kurzfristigen Hype zu setzen», erklärte Raphael Bianchi. Der Partner und Head of Digital Banking bei Synpulse Management Consulting eröffnete den Abend mit einem Überblick über die Digitalisierung im Banking aus der Sicht des Beraters. Er hob besonders hervor, wie stark sich die Ansprüche der Kunden an ihre Bank verändern und wie weit sich die Branche schon entwickelt hat.

Die geladenen Gäste aus den Bereichen Banking und Fintech waren beeindruckt von den anschließenden Ausführungen Olivier Collombins über zwei seiner vielen erfolgreichen Projekte: E-merging, ein Social Network für unabhängige Vermögensverwalter und monfric.com, eine Plattform, die es dem Internauten erlaubt, innerhalb von wenigen Minuten ein Angebot zur Vermögensverwaltung bei den Mitgliedern der E-merging Community einzuholen. Olivier Collombin, früherer Bankier bei Credit Suisse und Capital Partner bei Lombard Odier, sprach von seinen Erfahrungen bei Lombard Odier und von seinem Entschluss, sich selbstständig zu machen. Er betonte, wie wichtig die Unabhängigkeit von den Banken für das Konzept seiner Plattformen E-merging und monfric.ch sei.

«Werden wir bald ohne Bargeld leben?» fragte Dr. Michel Girardin vom Geneva Finance Research Institute zum Auftakt der folgenden Podiumsdiskussion. Die drei Diskussionsteilnehmer Olivier Collombin, Alexandre Gaillard, Gründer von Investglass, und André Höhn, Experte im Digital Banking bei Synpulse Management Consulting, hatten verschiedene Ansichten, was die Antwort auf diese Frage betraf. Ein Zahlungsmittel müsse immer greifbar sein, so diejenigen, die das Aussterben des Bargelds verneinten. Die meisten Zahlungen würden schon jetzt virtuell durchgeführt, so das Gegenargument. Dass es allerdings sicher mindestens noch einige Jahre dauern werde, bis das Bargeld verschwinde, darin waren sich alle einig.

Es entstand eine lebhafte Diskussion, immer wieder von provokanten Fragen des Moderators in neue Bahnen gelenkt. «Wir sind alle schon Kunden von Marc Zuckerbergs Bank», rief Alexandre Gaillard, als es um Konkurrenz für die traditionellen Banken aus dem Bereich der IT ging. Doch spätestens bei der Frage «Würden Sie eine Bezahlung in Bitcoin annehmen?», war das Publikum genauso involviert und zwiegespalten wie das Podium. Während Gaillard den Kryptowährungen einen baldigen Niedergang vorhersagte, sprach ein erfahrener Investor, Gast im Publikum, mit Begeisterung über die Zukunft der Bitcoins.

Die Diskussion ging beim anschließenden Apéro noch bis in den Abend hinein weiter; Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und Konzepte erörtert. Zum Abschluss wurde es dann sogar philosophisch: Ob man über den Witz eines Bots (ein Programm, das menschliche Kommunikation imitiert) lachen solle?

Ob schon bei der nächsten Konferenz ein Teil der Speaker in Bitcoin bezahlt wird, bleibt ungewiss. Dass dies aber für Synpulse Management Consulting nicht das letzte Event im Genfer Raum war, ist anzunehmen. Die Veranstalter, Daniele Abbruzzese, Manager Banking bei Synpulse Consulting und Michael Steinhauser, Administrator am GFRI zeigten sich hoch zufrieden und sagten sie können sich eine Fortsetzung durchaus vorstellen.

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