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Digitales Berufliches Gesundheitsmanagement

Dynamische Informationen zum Gesundheitszustand der Belegschaft

Die Digitalisierung hält Einzug in die Personenversicherung. Analoge Dienstleistungen und Expertenwissen werden künftig in eine digitale Infrastruktur überführt oder mit dieser kombiniert.

Der Gesundheitsmarkt befindet sich in einer technisch-basierten Entwicklungsphase. Informationen, die einen koordinierten und personalisierten Zugang zum Kunden eröffnen, bieten neue Möglichkeiten im B2B2C Versicherungsgeschäft.

Vor gut einem Jahrzehnt war das Aufkommen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) eine Neuerung. Die ersten angebotenen Maßnahmen wurden damals noch skeptisch betrachtet. In der Zwischenzeit hat sich das BGM auf dem Gesundheitsmarkt etabliert und es ist ein fester Bestanteil bei Angebotsausschreibungen im Schweizer kollektiven Personenversicherungsgeschäft. Das klassische BGM basiert auf den Säulen Betriebliche Gesundheitsförderung, Absenzenmanagement und Case Management.

Start bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Aktuell investieren Versicherer massiv in den Ausbau digitaler Aktivitäten. Daher stellt sich auch die Frage, wie im derzeitigen Umfeld das klassische BGM um digitale Angebote erweitert werden kann? Vor allem die Säule der Betrieblichen Gesundheitsförderung bietet sich dafür an. Klassische Präventionsmaßnahmen werden um «digitale Touchpoints» angereichert. Beispielsweise kann die persönliche Ernährungsberatung durch eine multimediale Infothek «Ernährung» ergänzt werden. In einer solchen Infothek befinden sich dann u.a. Kochrezepte oder ein Lebensmittellexikon. Als weiterer Ansatz besteht die Möglichkeit, dem Nutzer ortsbezogene Restaurants anzuzeigen, deren Mittagsmenüs die jeweiligen Ernährungsziele unterstützen. Ein angenommener Menüvorschlag wird dabei automatisch in ein digitales Gesundheitscockpit übertragen. Die Kommunikation mit einem Ernährungscoach erfolgt optional ebenfalls über digitale Kommunikationsmittel, z. B. Skype oder einen Messenger. Transferiert man diese Vorgehensweise auf andere analoge Dienstleistungen, erzielt man schnell sinnvolle und pragmatische Lösungen auf dem Weg in das digitale BGM.

Einführung eines digitalen Gesundheitscockpits

Die stringente Erfassung von verfügbaren privaten und beruflichen Gesundheitsaktivitäten und Maßnahmen eines Benutzers ergeben als Gesamtbild einen Gesundheitsindex, der in einem persönlichen Gesundheitscockpit abgebildet werden kann. Ein solches Cockpit beinhaltet beispielsweise:

  • Die Einbindung vorhandener analoger und sensorischer Daten, z. B. Schlafverlauf, Sitzdauer bei sensorischen Arbeitsplätzen
  • Durchgeführte und geplante Maßnahmen bei spezifischen Gesundheitsproblemen, z. B. Training der Schultermuskulatur
  • Regelmäßige Befragungen zur körperlichen und psychischen Situation, z. B. Stresslevel
  • Nutzungsstatistiken angebotener Dienstleistungen, z. B. genutzte Menüvorschläge
  • Mitteilungen und Vorschläge des Gesundheitscoaches
  • Den Gesundheitsverlauf und den Zielerreichungsgrad

Umgang mit Datenschutz und Programmaktivierung des Mitarbeitenden

Im BGM bindet der Mitarbeitende typischerweise Informationen aus dem Privat- und Berufsalltag ein, daher ist bereits die anonyme Initialaktivierung ein Erfolgsmerkmal. Ein Beispiel, wie eine solche Aktivierung aussehen kann, liefert etwa Humanoo*. Dort erfolgt sie mit einer Starterbox für die Mitarbeitenden. Darin enthalten ist, u.a. ein zufällig vergebener, anonymer Aktivierungscode, der das Angebot und den Account freischaltet. Anonym heißt, weder Humanoo noch der Arbeitgeber können die Personen identifizieren, da beide nur einen Teil der Information besitzen. Humanoo kann lediglich den Arbeitgeber identifizieren. Alle Anwenderdaten werden erst aggregiert und dann in der Form eines Belegschaftsindikators an den Arbeitgeber übermittelt.

Abwägung von Nutzen und Kosten

Das Ziel des BGM sind der Erhalt und die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Belegschaft. Durch die Digitalisierung – abgebildet im aggregierten Gesundheitsindex - erhält der Arbeitgeber einen verbesserten Blick über seine Belegschaft. Gängige Kennzahlen wie Fehlzeiten oder Umfragewerte werden mit aggregierten dynamischen Informationen erweitert. Damit können schließlich Gesundheitsmaßnahmen initiiert und deren Wirkung gezielt verfolgt werden. Die digitalen Dienstleistungen stellen einen Mehrwert dar und sind daher kostenpflichtige, zusätzliche Komponenten im Gesamtpaket des BGMs, die der Arbeitgeber tragen muss. Für den Mitarbeitenden sind diese Komponenten jedoch gratis und erhöhen damit die Chance, dass Mitarbeiter sich mit ihrer Gesundheit auseinandersetzen und ihre Leistungsfähigkeit allgemein verbessern.

Fazit

Die Anreicherung «digitaler Touchpoints» in die Beruflichen Gesundheitsförderung sind ein erster Weg in das digitale BGM.

*Humanoo ist ein Gesundheitsdienstleister aus Deutschland und partnerschaftlich mit Synpulse im Bereich der digitalen Gesundheitsförderung verbunden.


Möchten Sie mehr zum Thema erfahren, kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Informationsanfrage.

Björn Buggel
Manager
bjoern.buggel@synpulse.com
 Björn Buggel
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