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Smart Home

Wie Schadenversicherer in das Smart Home ihrer Kunden einziehen.

Wie Schadenversicherer sich mithilfe von «smarten» Produkt- und Dienstleistungsangeboten mit ihren Kunden Zuhause vernetzen können.

Trend Smart Home

Produktvielfalt und leichter Produktzugang machen es den Konsumenten heute einfach von mehr Sicherheit, Energieeffizienz, Flexibilität und Wohnkomfort eines Smart Homes zu profitieren. Angesichts des relativ geringen finanziellen Risikos und des eher überschaubaren Installationsaufwands, fällt der Einstieg in die Vernetzung und die zentrale Steuerung des Zuhauses mit «smarten» technischen Lösungen leicht. Zwar ist aktuell der flächendeckende Einzug von technischen Lösungen in den privaten Haushalten noch nicht gegeben. Umfragen zeigen jedoch, dass das Interesse an smarten Lösungen stetig wächst und es in den nächsten Jahren normal sein wird, Smart Home-Geräte im Einsatz zu haben. Auch Schadenversicherer können sich das Smart Home ihrer Kunden zu nutze machen. Wie genau, möchten wir im Folgenden kurz darstellen.

Einsatzbereiche von Smart Home-Produkten

Smart Homes

«Smarte» Angebote von Schadenversicherern

Aktuell investieren Versicherer massiv in den Ausbau digitaler Aktivitäten, u.a. durch finanzielle Beteiligung an Fintechs, FinTech Hubs oder in die eigenen technischen Systeme und Strukturen. Der Transformationsprozess läuft auf Hochtouren. Daher stellt sich die Frage, wie und an welchen Stellen die Integration von Smart Home-Lösungen in das Versicherungsangebot sinnvoll ist. Nicht alles, was «smart» und beim Kunden im Einsatz ist, stellt für den Versicherer einen wirklichen Mehrwert dar. Darüber hinaus ist zwingende Voraussetzung, dass das Angebot dem Kunden einen Vorteil oder eine Vergünstigung bietet. Dies ist insbesondere in der Pionierphase von neuen Versicherungsangeboten relevant. Gegenwärtig zeigen sich Verbraucher noch sehr zurückhaltend, wenn es darum geht sensorische Kundendaten an den Versicherer zu übermitteln. Um diese Hürde zu überwinden, müssen daher zunächst passende Argumente formuliert werden, damit Angebot wirklich auf Nachfrage trifft.

Ist diese Hürde erst einmal genommen, bietet sich den Schadenversicherern ein breites Feld für Angebote. Diese können auf monetären, leistungsverbessernden und/oder präventiven Mehrwerten basieren. Hat der Kunde beispielsweise eine «Plug- and Play» Sicherheitslösung zur frühzeitigen Meldung von Einbrüchen bei sich zuhause installiert, bietet der Versicherer eine Assistanceleistung im Falle eines ausgelösten Alarmes an. Reagiert der Kunden nicht auf den Alarm, übernimmt der Versicherer für seinen Kunden alle sofortigen Hilfsmassnahmen.

Als mögliche Präventionsmaßnahme zur frühzeitigen Erkennung von einem unerwarteten Wasseraustritt in der Wohnung des Kunden, wäre die Nutzung von sensorischen Wasseruhren zu nennen. Misst die Wasseruhr eine ungewöhnliche Zunahme des Wasserverbrauchs, wird ein Alarm ausgelöst, bestenfalls wird auch das Wasserventil automatisch verschlossen. Dadurch lässt sich das Schadenausmaß reduzieren und die Instandsetzungen des Schadens fallen geringer und kürzer aus. Sowohl der Kunde als auch der Schadenversicherer haben einen Mehrwert. Eine klassische Win-Win-Situation.

Hausaufgaben für die Versicherungsbranche

Bevor Smart Home-Produkte flächendeckend in das Versicherungsangebot einfließen können, sind noch folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Einheitliche Sicherheitsstandards: Gegenwärtig gibt es bei Smart Home-Lösungen keinen einheitlichen Sicherheitsstandard, z. B. existiert keine Pflicht der Gerätehersteller, die Laufzeit des Gerätesupports im Vorfeld zu deklarieren und am Gerät sichtbar anzubringen. Versicherer sollten die sich ergebene Chance nutzen und aktiv bei der Erarbeitung von Standards zusammen mit den Geräteherstellern mitwirken.
  • Umgang mit Cyberrisiken: Wie verhält es sich beispielsweise mit dem Versicherungsschutz des Kunden, wenn die technische Sicherheitslösung gehackt wird?
  • Datenschutz und Datennutzung: Mit dem Datenschutzgesetz wird vieles geregelt. In diesem Fall geht es um die Thematik des Kundenvertrauens, d. h. wie sieht die Datennutzung der gesammelten Informationen beim Versicherer aus? Ist er überhaupt im Besitz der Daten oder gibt es einen aggregierten Datenhub, der die Anonymität des Kunden weiterhin gewährleistet?
  • Technische Einbindungsmöglichkeit von Partnern: Die «eine» Smart Home-Technologie gibt es leider nicht, daher ist es sinnvoll, sich als Versicherer zu überlegen, welche technologischen Lösungen zukünftig in das eigene System eingebunden werden. Wie schafft man es, starke Partner auf die eigene Plattform zu bekommen?

Fazit

Durch die Einbindung von Smart Home-Produkten in das Versicherungsangebot sollte ein Mehrwert sowohl für den Kunden als auch für den Versicherer generiert werden. Dem Kunden bietet die Kombination aus monetären, leistungsverbessernden oder präventiven Mehrwerten eine gute Ausgangsbasis. Der Fokus des Versicherers liegt auf der Schadenvermeidung und somit auf der Reduktion von Schadenkosten. Gleichzeitig ist das Thema Datennutzung von Kunden für die Angebotsgestaltung und die Customer Journey von großer Bedeutung, um sich zukünftig am Markt schlagkräftig positionieren zu können. Daher ist es für Schadenversicherer sinnvoll, sich bereits in einer frühen Phase mit der Integration von Smart Home-Produkten in die Angebotslösung zu beschäftigen. Aktive Themenentwicklung und -gestaltung der Rahmenbedingungen werden dann einen nachhaltigen USP schaffen.

Nutzen Sie die Smart Home-Produkte und deren Technologien in Ihrer innovativer Angebotsgestaltung für die Schadenversicherung. Wir helfen Ihnen dabei!


Björn Buggel
Manager
bjoern.buggel@synpulse.com
 Björn Buggel
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